DIE BAYERISCHE LEDERHOSE – TRADITION TRIFFT AUF MODERNE

Es ist September 2016. Die internationale Presse ist voll von Berichten über die Wiesn in München. Die Besucher reisen aus aller Welt an, nur um einige Stunden, vielleicht auch ein paar Tage sich dem Phänomen zu widmen.

Soweit das Auge reicht, sieht man Dirndl und Lederhosen.  Was sofort auffällt? Kaum einer ist ohne Trachtenmode unterwegs. Aber schauen wir uns die Herren einmal genauer an.

Die geliebte Lederhose. Es gibt sie mittlerweile in jeglichen Variationen.

Von der Kniebundhose bis hin zur kurzen Lederhose.

Möchten Sie Ziegenleder oder doch lieber das exklusive Hirschleder? Eine Stickerei am Hosenlatz oder mögen Sie es lieber traditionell, mit dem passenden Hosenträger?

Folgt man den Trends, wird auf den Hosenträger verzichtet. Stattdessen wird auf das komplette Outfit geachtet. Passende Trachtenhemden, Janker, Trachtenschmuck, Haferlschuhe und Strümpfe dürfen nicht fehlen.

- 6.500.000 Besucher und mehr kommen jedes Jahr zum Feiern auf die Wiesn -

Die Verbundenheit zur eigenen Herkunft und der Region wird immer größer, weshalb die Trends zur regionalen Trachten Aufmachung rapide gestiegen sind. Man trägt mit Stolz regionale Trachten.

Das Outfit wird durch eine Stickerei des Landeswappens oder gar des Lieblings Fußballvereins zum Hingucker auf jeder Veranstaltung. So ist die bayerische Lederhose perfekt und die Individualität und Zugehörigkeit wird übermittelt.

Der Herr kann sein Trachten Outfit ganz nach seinen Vorlieben gestalten. Die Dame, als Begleitung, trägt ein Dirndl. Im Idealfall ist das Outfit der beiden sogar farblich abgestimmt.

Doch wie wurde aus der Arbeitshose ein angesehenes, nichtmehr wegzudenkendes Kleidungsstück?

Man muss tatsächlich weit zurück gehen, wenn man den Spuren der waschechten bayerischen Lederhosen folgen möchte.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste Trachten Verein in Bayern gegründet und das nur, weil man damals einen Rückgang dieser wunderbaren Tradition feststellen konnte.

Die Erhaltung der Tracht war plötzlich ein rießen Thema. Selbst König Ludwig II. wollte sich diese Kultur erhalten und setzte sich dafür ein. Er war schon seit eh und je ein Lederhosen Liebhaber.

Die Lederhose wurde Kult und war schon bald salonfähig.

Von nun an konnte man nicht einfach nur eine normale Lederhose tragen. Nein, man musste aufwendige und auch einzigartige Teile besitzen. Die Stickerei musste extravagant sein und der Hosenlatz wurde in Szene gesetzt. Als Trachtenschmuck, durften handgemachte Charivari natürlich auch nicht fehlen und umso mehr Trophäen daran befestigt waren, umso besser.

Schon damals wusste man sich gut zu kleiden, so durfte zur Lederhose das passende Hemd, der warme Janker, die Strümpfe/ Wadenwärmer und Haferlschuhe nicht fehlen.

Bayerische Lederhose der Herren kann traditionell und modern getragen werden.

Aber die Mischung macht‘s!